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Diät bei Diabetes

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Diät bei Diabetes

Wer an Typ-2-Diabetes erkrankt ist, erhält oft den Rat abzunehmen – und das völlig zu Recht, denn eine Gewichtsreduktion kann die Blutzuckerwerte positiv beeinflussen und dabei helfen, die Medikamente zu reduzieren oder im günstigsten Fall überflüssig zu machen.

Allerdings ist es gar nicht so einfach, bei Diabetes eine Diät zu machen, denn wer die diabetesbedingten Ernährungsrichtlinien mit den Vorschriften einer Diät in Einklang zu bringen versucht, steht schnell vor der Frage „Was darf ich denn überhaupt noch essen?

Low-Fat- und Low-Carb-Diäten

Insbesondere Low-Fat-Diäten sind meist nicht kompatibel mit den Ernährungsempfehlungen für Diabetes, denn diese setzen ganz auf Kohlenhydrate als fettarme Sattmacher – und genau die sollte ein Diabetiker nur eingeschränkt zu sich nehmen.

Natürlich: Auch Low-Fat-Diäten empfehlen, einen weiten Bogen um Süßigkeiten zu machen und Vollkornprodukten den Vorzug vor Weißmehl zu geben, aber als Diabetiker ist es schlicht nicht möglich, sich ohne seine Gesundheit zu gefährden an Kartoffeln, Reis, Nudeln und Brot satt zu essen, selbst wenn es sich dabei um eine Vollkorn-Variante handeln sollte.

Es gibt jedoch Diät-Formen, die weitaus kompatibler mit den Bedürfnissen eines Diabetikers sind. Das gilt für alle Low-Carb-Diäten, insbesondere aber für die Logi-Methode und die etwas populärere Glyx-Diät. Beiden gemeinsam ist, dass sie weniger auf den Kaloriengehalt eines Lebensmittels abzielen als vielmehr auf seine Blutzuckerwirkung. Hierfür ist der glykämische Index richtungweisend, der abgekürzt als „Glyx“ in die Diätliteratur Eingang gefunden hat, aber auch der Logi-Methode ihren Namen gegeben hat, denn „Logi“ ist nichts anderes als das Initialwort für „Low Glycemic Index“.

Augenmerk auf den Blutzuckerspiegel

Die Idee hinter diesen beiden Diäten ist folgende: Die Kohlenhydrate eines Lebensmittels mit hohem glykämischen Index werden schnell verdaut, der Blutzuckerspiegel steigt schnell und hoch an und es wird viel Insulin produziert, damit die Körperzellen den Blutzucker aufnehmen können. Allerdings verhindert Insulin auch den Abbau von Körperfett oder begünstigt gar den Aufbau weiterer Fettdepots.

Ein weiterer Nachteil von Lebensmitteln mit hohem glykämischen Indey ist, dass der Blutzuckerspiegel ebenso rasch wieder abfällt, wie er vorher angestiegen ist – der Diabetiker kennt das als so genannte „Zuckerspitzen“ und versucht sie tunlichst zu vermeiden. Ein schnell abfallender Blutzuckerspiegel hat zur Folge, dass bald wieder Appetit aufkommt, bevorzugt auf weiteren Zucker.

Blutzuckerspiegel Diät Diabetes

Diesen für die Figur nicht eben günstigen Effekten versuchen Glyx-Diät und Logi-Methode vorzubeugen, indem sie Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index bevorzugen. Der Blutzuckerspiegel steigt so langsamer und insgesamt weniger hoch an und fällt auch langsamer wieder ab: Man bleibt länger satt und die negativen Auswirkungen des Insulins hinsichtlich der Fetteinlagerung werden gedämpft.

Diabetes-kompatibel: Glyx-Diät und Logi-Methode

Konkret heißt dass, dass die Ernährung bevorzugt aus Gemüse, Salat und in etwas geringerem Umfang Milchprodukten, Fleisch und Fisch bestehen sollte. Auch hochwertige Öle, Hülsenfrüchte und Nüsse dürfen gern konsumiert werden, Vollkornprodukte sind in Maßen erlaubt. Zu meiden sind hingegen Süßigkeiten, Weißmehl, Nudeln, Kartoffeln und geschälter Reis.

All dies dürfte dem Diabetiker bekannt vorkommen, denn es deckt sich fast vollständig mit den Ernährungsempfehlungen bei Typ-2-Diabetes. Auch das Augenmerk auf Insulin und Blutzuckerwirkung, inklusive der Vermeidung von Blutzuckerspitzen, entsprechen ganz dem, was auch ein Diabetiker in der täglichen Ernährung beachten sollte. Glyx-Diät und Logi-Methode sind deshalb die erste Wahl für diätwillige Diabetiker.

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